KIRCHENMUSIK



Rosenpotpourri in Kapernaum
(Es singt der Kirchenchor)
Halleluja nicht gefragt,
Rosen sind heut angesagt,
Rosen gar in Dur und Moll,
frisches Grün der Blüten voll.
Goethe hat´s gar tief empfunden,
wie das Röslein wurd geschunden,
Schubert packt das Rösleins stöhnen,
in ein Wehmutsmeer von Tönen.
Auch in Russlands wilder Steppe,
trifft den Liebeswahn ein Deppe,
in ihm siegt die „Russisch Säle„,
drauf er mit Verzicht sich quäle,
liebt das Röslein aus der Ferne,
ach, Kalinka! Hätt sie gerne!
Ganz anders unter Spaniens Sonne,
da reimt sich Wärme dann auf Wonne,
das Rosenblühn macht Knaben kühn –
und Spaniens Heide wird zum Ort der Freude.
Auch im düsteren Milieu
gibt’s des Lebens Tief und Höh,
in der Oper der „Dreigroschen„
ist die Liebe nicht erloschen,
doch mit sicherem Kalkül
treibt man hier der Liebe Spiel.
Weiß vor Dornen, diesen spitzen,
sich auf „Weillsche Art„ zu schützen.
Röslein kriegt man auch mit Rock!
Hat man auf ein Röslein Bock,
rockt man ran mit dü, dü, dom,
Röslein rot, ich komm, ich komm!
Auch gibt´s Röslein, die nicht dösen
Und sich selbst vom Busche lösen,
und entschlossen ohne Zagen
es voll Inbrunst selber wagen,
einen Knaben zu erjagen.
Wie es auch sei, ohne Verdruss
Sei stets der Schluss,
in allen Sprachen der Welt
sei es allen vermeld´t,
die Liebe, sie perlt!
What a wonderful world!